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Was Polykultur bedeutet?Ganz einfach: Eine Landwirtschaft, die besser für unseren Planeten ist.

Wir brauchen neue Ansätze für die Nutzung von Flächen. Um die Produktivität zu steigern und gleichzeitig die Abnutzung und -verschmutzung der Böden zu vermeiden sowie um Ökosysteme und biologische Vielfalt zu schützen."

Dongyu Qu, FAO

Mit Polykultur können wir das schaffen

Der weltweite Rückgang der Tier- und Pflanzenarten ist eine Katastrophe. Warum so viele Arten aussterben? Weil wir ihnen ihren Lebensraum rauben. Der Mensch hat die Fläche – vor allem durch intensive Landwirtschaft – so verändert, dass andere Lebewesen um uns herum kaum Platz mehr haben. Und der noch vorhandene Raum hat nicht die Qualität, die Tiere und Pflanzen brauchen, um zu überleben. Weil wir die Landschaft mit Pestiziden und Düngemitteln vergiften.
 

Was tun?

Es ist klar: Der Mensch kann nicht auf Landwirtschaft verzichten. Die stetig wachsende Bevölkerung der Welt muss ernährt werden. Trotzdem: Wir können die Art, wie wir Nahrungsmittel anbauen, verändern. Damit wir Ressourcen schonen, das ökologische Gleichgewicht wiederherstellen und im Einklang mit der Natur handeln.

Die Lösung? Polykultur!

Unter Polykultur versteht man eine Reihe von landwirtschaftlichen Praktiken, die auf biologische Vielfalt setzt, um Nahrungsmittel nachhaltig anzubauen. Diese Techniken bringen viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten auf ein und derselben Fläche zusammen. Das stärkt die natürliche Widerstandsfähigkeit und Produktivität des Bodens. Und verbraucht weniger Land, weniger Düngemittel, weniger Gift.

In einer Polykultur werden Pflanzen so angebaut, dass sich die verschiedenen Arten gegenseitig dabei unterstützen, mehr zu leisten. Das Ergebnis ist eine ausgewogene und sich selbst erhaltende landwirtschaftliche Nutzfläche. Sie kann natürlichen Herausforderungen trotzen und gleichzeitig höhere Erträge liefern. Und das mit nur geringem oder gar keinem Mehraufwand.

Im Gegensatz zu Monokulturen tragen solche vielfältigen und dynamischen Ökosysteme dazu bei, das Aussterben der Arten zu verhindern, sie wirken der Entstehung von Wüsten entgegen und leisten einen starken Beitrag zur Kohlenstoffbindung. Die Prinzipien der Polykultur werden auch in der regenerativen Landwirtschaft eingesetzt, um erodierte Flächen zu erneuern.

Fakten zur Polykultur

22%

mehr Ertrag

pro Hektar als Monokultursysteme

Geringerer

CO2-Fußabdruck 

um die EU-weiten verbindlichen Zielvorgaben bezüglich der Senkung von Treibhausgasemissionen zu erfüllen

300%

mehr Insekten

pro Quadratmeter als bei Monokulturen im Freiland

44%

weniger Dünger

als eine vergleichbare monokulturelle Bewirtschaftung

Diese Polykultur-Methoden gibt es:

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Stripcropping

Bei diesem Verfahren werden verschiedene Pflanzenarten nebeneinander in Streifen angebaut, ein Streifen ist in der Regel zwischen 3m bis 12m breit. Ein solches Feld kann mit herkömmlichen Maschinen bewirtschaftet werden.

Stripcropping
Intercropping

Diese Methode sieht vor, zwei oder mehr Pflanzenkulturen in Reihen anzubauen. Die Pflanzen können entweder gleichzeitig in einem Streifen wachsen. Oder sich zeitweise versetzt, für einen gewissen Abschnitt ihres Lebenszyklus‘, das Feld teilen. 

Pixelcropping

Bei dieser Arbeitsweise wachsen verschiedene Pflanzenarten auf einem Feld, allerdings in komplexen Arrangements. Jeder Art werden kleine Abschnitte zugeordnet, die wiederum von anderen Arten umgeben sind.

Agroforst

Dieses Verfahren kombiniert den Anbau mehrjähriger Pflanzen (in der Regel Bäume und Sträucher) und einjähriger Kulturen und/oder Weideland auf der gleichen Fläche. Feldfrüchte werden in der Regel in Streifen zwischen den Baumreihen gepflanzt.

Permakultur

Dieser Weg geht von der Idee eines ganzheitlichen Ökosystems aus. Hier wird eine sehr große Zahl von Pflanzenarten auf einer einzigen bunten Gartenfläche angebaut, vergleichbar mit der Vielfalt in einem natürlichen Ökosystem.

Höhere Erträge.
Mehr Biodiversität. 
Und viel zu tun.

Polykultur auf großen landwirtschaftlichen Flächen durchzuführen, ist eine ziemlich neue Idee. Forscher sind erst seit kurzem dabei, nach neuen Wegen zu suchen, wie sich herkömmliche Monokultursysteme durch biologische Vielfalt ersetzen lassen. Keine leichte Aufgabe: Was in einem Garten noch gut funktioniert, ist auf großen Flächen um Dimensionen schwieriger. Dazu kommt: Ein Polykultur-Setup zu planen und zu bewirtschaften ist deutlich herausfordernder als eine Monokultur. 

 

Natürlich gibt es noch offene Fragen:

  • Welche Arten lassen sich optimal kombinieren? Wie ordnet man die Pflanzen optimal auf dem Feld an?

  • Wie funktioniert der Übergang von einem Monokultur- zu einem Polykultursystem?

  • Wie lassen sich Polykulturprodukte vermarkten?

  • Wie sieht eine wirtschaftlich tragfähige Polykultur aus?

​Trotz dieser offenen Fragen, haben sich viele Landwirte schon auf den Weg gemacht und sich für Polykultur auf ihren Feldern entschieden. Aus diesen Erfahrungen können wir lernen.

Die Experimente zeigen, dass sich Aufwände mit Hilfe von Polykultur nicht nur erheblich reduzieren lassen, sondern dass der Anbau auch deutlich produktiver wird. 

Jetzt kommen wir ins Spiel

Tatsache ist: Bislang wird Polykultur nur vereinzelt betrieben, die Flächen sind klein, Verbraucherinnen und Verbraucher haben nur sehr eingeschränkten Zugang zu Polykultur-Produkten. 

Das möchten wir ändern

Wir möchten die Branche revolutionieren. Wir möchten beweisen, dass es möglich ist, landwirtschaftliche Produkte nachhaltig anzubauen und zu konsumieren. 
Indem wir mit der Natur arbeiten, und nicht gegen sie. 

Mitmachen bei Hippybees

Damit das gelingt, braucht es viele. Hippybees ist ein ständig wachsendes Startup, ein kollektives Projekt, ein langfristiges Experiment. Es wäre toll, wenn du dabei wärst. Was du tun kannst? Unterstütze zum Beispiel Polykultur-Landwirte durch den Kauf von Polykulturprodukten in unserem Shop. Und hier geht’s lang, wenn du mehr über uns erfahren und herausfinden willst.

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Und Du?
Sei dabei!

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